+ Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus
In jener Zeit erzählte Jesus seinen Jüngern das folgende Gleichnis:
1 Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Gutsbesitzer, der früh am Morgen sein Haus verließ, um Arbeiter für seinen Weinberg anzuwerben.
2 Er einigte sich mit den Arbeitern auf einen Denar für den Tag und schickte sie in seinen Weinberg.
3 Um die dritte Stunde ging er wieder auf den Markt und sah andere dastehen, die keine Arbeit hatten.
4 Er sagte zu ihnen: Geht auch ihr in meinen Weinberg! Ich werde euch geben, was recht ist.
5 Und sie gingen. Um die sechste und um die neunte Stunde ging der Gutsherr wieder auf den Markt und machte es ebenso.
6 Als er um die elfte Stunde noch einmal hinging, traf er wieder einige, die dort herumstanden. Er sagte zu ihnen: Was steht ihr hier den ganzen Tag untätig herum?
7 Sie antworteten: Niemand hat uns angeworben. Da sagte er zu ihnen: Geht auch ihr in meinen Weinberg!
8 Als es nun Abend geworden war, sagte der Besitzer des Weinbergs zu seinem Verwalter: Ruf die Arbeiter, und zahl ihnen den Lohn aus, angefangen bei den Letzten, bis hin zu den Ersten.
9 Da kamen die Männer, die er um die elfte Stunde angeworben hatte, und jeder erhielt einen Denar.
10 Als dann die Ersten an der Reihe waren, glaubten sie, mehr zu bekommen. Aber auch sie erhielten nur einen Denar.
11 Da begannen sie, über den Gutsherrn zu murren,
12 und sagten: Diese letzten haben nur eine Stunde gearbeitet, und du hast sie uns gleichgestellt; wir aber haben den ganzen Tag über die Last der Arbeit und die Hitze ertragen.
13 Da erwiderte er einem von ihnen: Mein Freund, dir geschieht kein Unrecht. Hast du nicht einen Denar mit mir vereinbart?
14 Nimm dein Geld und geh! Ich will dem Letzten ebenso viel geben wie dir.
15 Darf ich mit dem, was mir gehört, nicht tun, was ich will? Oder bist du neidisch, weil ich (zu anderen) gütig bin?
16a So werden die Letzten die Ersten sein.
Die Menschen aller Zeiten haben immer versucht geeignete Stellen wo die Begegnung zwischen Menschheit und Gottheit stattfinden könnte, aufzubauen. Solche Stellen gelten auch als Ort der Gemeinschaft und der Begegnung unter den Menschen selbst. Diese beiden Ziele hat auch jede Kirche. Das Wort „Kirche“ übersetzt das Griechische „Ekklesia“, mit dem man sowohl das Gebäude als auch das Gottesvolk bezeichnet. Dies entspricht der alttestamentlichen Gemeinschaft der Gläubigen (qahal YHWH auf Hebräisch), versammelt um das Wort Gottes zu hören, Gott Opfer darzubringen und Liebe untereinander zu stiften. Um allen einen einladenden und bequemen Ort der Begegnung mit Gott und untereinander anzubieten, hat unsere Pfarre 2012-2013 die Innen – und Außenrenovierung unserer Pfarrkirche unternommen. Dass alle, die diese Kirche betreten, nicht nur die strahlende Schönheit unserer Kirche genießen, sondern auch, dass sie, durch die Begegnung mit Gott und mit den anderen in dieser Kirche, einen erneuerten Glauben, eine entflammende Liebe zu Gott und zu den Mitmenschen erleben, wünscht von Herzen,
Dr. Moses Valentine Chukwujekwu, Pfarradministrator